23. November 2018 im Uhlandbau Hindenburgstr.75417 Mühlacker

Parkplatz: Schiller Straße, 75417 Mühlacker

Beginn: 19.30 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Eintritt: 8€ (Jugendliche bis 16 Jahre 4€)

 

Weitere Infos unter:

info@kanuclub-muehlacker.de

Thomas Herbel Tel.: 07041-7211

Kartenreservieung

Einladung Filmabend 1
Abenteuer Kajak 2018 Indien + Island.pdf
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Einladung Filmabend 2
Abenteuer Kajak KCM-Filmabend 2018 2A5.p
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20 Jahre »Abenteuer im Kajak« – zum Jubiläum seiner Filmtour präsentiert Olaf Obsommer ein Programm der Gegensätze: Nach einer eiskalten Winterreise nach Island geht es in den tropischen Süden Indiens.


Island – Eisiger Tanz mit dem Götterfall
Die Wasserfälle im Norden Islands sind schon im Sommer eine Herausforderung für wagemutige Wildwasserpaddler. Wie verrückt muss man da erst sein, diese im Winter zu
versuchen? Anfang März sind Matze Brustmann, Adrian Mattern, Jobst Hahn und der vierfache Extremkajakweltmeister Sam Sutton aus Neuseeland zum bekannten Goðafoss gereist, um das Außergewöhnliche zu wagen. Am »Fall der Götter« gelangen dem Quartett binnen mehrerer Tage ein Dutzend erfolgreiche Fahrten auf den unterschiedlichsten Routen – darunter die Erstbefahrung des 14 Meter hohen Hauptfalls
in Strommitte im Winter. »Vom fehlenden Gefühl in den Händen einmal abgesehen,
ist eine Befahrung kaum schwieriger als im Sommer«, so der Münchener Paddler Matze Brustmann im Anschluss. »Kommt man allerdings in Schwierigkeiten und gerät am
Fuße des Wasserfalls in eine tückische Unterströmung, tickt die Uhr unerbittlich.« Damit eine Rettung im eisigen Wasser sichergestellt war, befanden sich stets zwei Paddler im Kajak unterhalb des Wasserfalls in Bereitschaft,um ihren Kameraden im Notfall zur Hilfe kommen zu können. Pech hatte allerdings der Kiwi Sam Sutton, der gleich am ersten Tag aus zwölf Metern Höhe auf einem Eisblock landete, der aus dem Kehrwasser in die Strömunggeraten sein musste. Statt meterweit abzutauchen, war der Bremsweg extrem kurz und schmerzhaft. Die daraus resultierende Rückenprellung zwang Sutton fortan zum
Zuschauen. War das Wetter anfangs noch unplanmäßig frühlingshaft mit sieben Grad, Wind und Regen, verwandelte sich der Goðafoss innerhalb einer Woche bei Dauerfrost und steten Schneeschauern in ein wahres Wintermärchen – ganz so, wie es sich Michael Neumann, Fotograf und Initiator des Projekts, gewünscht hat. »Island ist schon im Sommer einmalig schön, doch wenn Väterchen Frost und Frau Holle die Kontraste auf ein Minimum reduzieren, ist Island Balsam für die Seele und Zucker für die Augen.« Als am
letzten Tag für die finalen Dreharbeiten nochmals die Route in Strommitte in Angriff genommen wurde, war die Anfahrt durch einen eisgesäumten Kanal bereits auf einen
Meter zusammengeschrumpft und das Wasser hatte die Konsistenz eines Smoothies angenommen – nur kälter …


Indien – Monsun und Bürokratie
Der Bundesstaat Kerala im Südwesten des Landes hat in der Regenzeit Potenzial für gleich mehrere Paddlerleben.Doch die größte Herausforderung ist, überhaupt aufs
Wildwasser zu kommen – denn die Mühlen der indischen Bürokratie mahlen langsam und unberechenbar.Völlig weiß ist Kerala auf der Paddlerlandkarte schon länger nicht mehr: Bereits zum siebten Mal fand Ende Juli in Kodanchery das »Malabar River Festival« statt, Asiens größtes Kajakevent lockt mit einem üppigen Preisgeldtopf jedes Jahr einige der besten internationalen Wildwasserpaddler an. Auf unterschiedlichen Flüssen messen sich Profis und lokale Amateure in den Disziplinen Freestyle, Slalom, Boatercross und Downriver Sprint. Für Olaf Obsommer und sein Team – Thilo Schmitt, Philip Baues, Manuel Arnu, Quinn Cornell und Nouria Newman –sollte das Festival der perfekte Auftakt sein für einen Erkundungstrip in die Dschungel-Wildwasserwelt Keralas.Die Tourismusbehörde hatte dem Team die bestmögliche Unterstützung zugesagt: einen Van samt ortskundigem
Fahrer und vor allem Hilfe bei den nötigen Permits, um zu den Flüssen zu gelangen. Doch scheinbar waren die zuständigen Behörden wegen des ungewöhnlich starken
Monsuns alarmiert. Vor Ort schien es ein Ding der Unmöglichkeit, Genehmigungen zu bekommen. Und auch sonst schien der Trip unter keinem guten Stern zu stehen:
Wegen einer akuten Gehörgangsantzündung musste Philip frühzeitig die Heimreise antreten. Mit viel Beharrlichkeit und Tatendrang gelang es der verbliebenen Crew am
Ende doch noch, dem widerspenstigen Kerala einige Erstbefahrungen und spektakuläre Flusskilometer abzuringen.Dass es weitaus größere Sorgen als bürokratische und
kulturelle Hindernisse für Kajaktouristen gibt, zeigte sich auf dramatische Weise, nachdem das Team längst wieder zu Hause war. Der Monsun steigerte sich zum stärksten
seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Durch die Jahrhundertflut verloren mehr als 350 Menschen ihr Leben,Hunderttausende ihre Häuser und Existenzen..

 

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